Viel mehr als Fußball – Visions Training
Fußball motiviert und fördert persönliche wie soziale Kompetenzen.
Dieses Potenzial nutzt der FC Ente Bagdad und lädt 16- bis 18-jährige Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund zu den Visons Trainings in Bodenheim ein.
In einer sicheren, wertschätzenden Umgebung erleben die jungen Menschen bei den Fußballtrainings Teamgeist, Motivation und Freude. Die Verbindung von Bewegung und sozialer Interaktion fördert die personalen Fähigkeiten. Jedes Training ist einer thematischen Kompetenz gewidmet, zum Beispiel Selbstbewusstsein, Verantwortungsübernahme, Umgang mit Scheitern und Resilienz. In Gesprächsrunden reflektieren die Teilnehmenden diese Themen, sie können sich öffnen und über ihre Herausforderungen im Leben sprechen – bis hin zu Überlegungen zur eigenen beruflichen Zukunft.
Sportliche Highlights werden zwei Fair-Play-Freundschaftsspiele bilden. Diese organisieren die Jugendlichen selber, sodass sie gleich ihre bei den Trainings und Reflexionsrunden erworbenen Kompetenzen einsetzen und erproben können.
Im Jahr 2025 ziel das Visions Training darauf ab, die persönliche Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt der Teilnehmer durch Fußballbildung zu stärken Im Fokus stehen Wertevermittlung, emotionale Selbstregulation und die Förderung von sozialen Kompetenzen.

Room-Makeover
Einen eigenen Raum zu haben, um sich ungestört zu treffen und zu eigenen Themen auszutauschen, ist für Heranwachsende essenziell.
Zwei Jahre haben die Jugendlichen der offenen Gruppe „YourTime“ bereits gewartet, um nun endlich mit dem Projekt „Room-Makeover“ den Jugendraum des Gemeindehauses zu ihrem zu machen und ihn entsprechend zu gestalten. Alle Wand- und Bodenflächen haben sie bereits ausgemessen, um die Material- und Farbenkosten berechnen zu können. Und welcher Belag eignet sich am besten für einen viel genutzten Fußboden? Lässt sich eine Wand als Projektionsfläche für Filme nutzen, wenn man sie weiß streicht? Wie lässt sich die Atmosphäre mit welchen Lichtquellen angenehmer gestalten? Wie viel Stauraum wird benötigt, welche Möbel eignen sich am besten? Diese und viele weitere Planungsfragen beschäftigen die Jugendlichen gerade. Alle sind gespannt auf das Ergebnis nach dem „Makeover“!

PINK FUTURE – Partizipatives Jugendkultur-Festival
Die eigenen Zukunftssorgen und der Song „Zukunft Pink“ von Peter Fox waren im letzten Jahr inspirationsgebend für Trierer Jugendliche, ein partizipatives Jugendkultur-Festival auf die Beine zu stellen, mit dem sie sich öffentlich präsentierten und aktiv zeigten: Wir machen selbst was!
Das Festival soll nun – noch größer – erneut stattfinden. Die Jugendlichen planen ein dreitägiges Kreativprogramm, an dem alle Kinder, Jugendliche und deren Familien teilnehmen können. Für das Musikprogramm kommt die Veranstaltungstechnik – solarbetrieben! –, von der Kulturkarawane, ebenso eine gemeinnützige Unternehmensgesellschaft wie Kunstflotte. Die Kunstflotte und die Jugendkunstschule erarbeiten mit den jungen Menschen das Narrativ von PINK FUTURE 2024 und entwickeln gemeinsam das Veranstaltungsprogramm.
Mit dem Planen und Umsetzen eigner Ideen erfahren die jungen Menschen nicht nur Selbstwirksamkeit, sie erwerben auch vielfältige Kompetenzen wie Innovationskraft, vernetztes Denken, selbstständiges Erarbeiten neuer Bereiche sowie Resilienz im Umgang mit Fehlern und Misserfolgen. Zudem können künstlerische Ausdrucksformen jungen Menschen helfen, Erfahrungen kreativ zu verarbeiten und Eindrücke zu gestalten. Dies gilt insbesondere für den Umgang mit Krisen und Konflikten. Kulturelle Bildung trägt der Diversität der Gesellschaft Rechnung, fördert Akzeptanz und stiftet Gemeinschaft und fördert somit Teilhabe und Demokratiebildung.
„Wie sehr junge Menschen sich für ihre Gegenwart und ihre Zukunft einsetzen und wie stolz sie die ihnen übertragene Verantwortung tragen, zeigt, dass sich die nachkommende Generation sehr wohl über den besorgniserregenden Zustand der Welt und die politischen Verwerfungen ihrer Gesellschaft bewusst ist“, sagt der Projektträger Kunstflotte über PINK FUTURE.
Nach einer erfolgreichen Umsetzung im Jahr 2024, kann das PINK FUTURE Festival auch im Sommer 2025 stattfinden.

Spiel mit!
In die sechs offenen Treffpunkte der SOS-Kinderdörfer in Göppingen und Umgebung kommen ganz unterschiedliche Kinder und Jugendliche, viele von ihnen mit Migrationserfahrung und Fluchthintergrund.
Neben den Treffen in geschützten Räumen und gemeinsamen Aktivitäten hatten die jungen Menschen die Idee, selber etwas zu bauen, etwa große Spiele aus Holz wie Kugelbahn, Kicker oder ‚Mensch ärgere dich nicht‘, die am Treffpunkt bleiben und den Ort einerseits schöner machen können, anderseits aber auch ausleihbar sein sollen. Im Projekt „Spiel mit!“ entwickeln, planen und bauen die 8- bis 14-Jährigen nun „ihre“ Spiele – die zudem bei einem großen öffentlichen Spieltag in der Göppinger Innenstadt prominent zum Einsatz kommen sollen. Dazu lädt „Spiel mit!“ nicht nur die Presse ein, sondern Kinder- und Jugendreporter:innen werden in eigenen Storys über ihre Projekterfolge berichten.

Talent sucht Bühne
Sein musikalisches Können einmal auf einer großen Bühne mit professioneller Ton- und Lichttechnik einem größeren Publikum zeigen oder den eigenen Song professionell aufnehmen – das ist der Wunsch vieler Kinder und Jugendlicher in Saarwellingen.
Im letzten Jahr gestartet, sollen in diesem Jahr mehr und größere Veranstaltungen auch in anderen saarländischen Orten möglich werden. Ziel ist es, die Jugendlichen in ihrer Faszination für die Musik zu fördern und sie dazu mit Profimusiker:innen und Bands in den Austausch zu bringen sowie sie professionell zu coachen. Musikalisch mit an Bord sind u. a. die Kreismusikschule Saarlouis, das Musikgymnasium RSG Saarlouis, Gesangslehrer:innen und Musicaldarsteller:innen, parallel sucht die Gemeinde bereits nach einem geeigneten Band-Probenraum. Damit alle Besucher:innen an diesen Veranstaltungen teilnehmen können, soll der Einritt frei sein.

Jugend im Park – ein Festival von Jugendlichen für Jugendliche
Bereits vor sechs Jahren hatten Jugendliche in Worms die Idee, ein Festival von Jugendlichen für Jugendliche zu veranstalten.
Das soll nun Wirklichkeit werden, hat das Kinder- und Jugendbüro der Stadtverwaltung Worms beschlossen. Denn die jungen Menschen sollen die Erfahrung machen, dass ihre Wünsche und Ideen zählen und ernst genommen werden. Ob Musik, Tanz, ein Boxautomat oder eine Fotobox, alkoholfreie Cocktails und eigene Snacks – die 12- bis 21-Jährigen sind frei in ihrer Entscheidung und planen und organisieren ihr Fest selbst. Angesprochen sind dabei bereits im Jugendparlament, in der Kirche und den Pfadfinder organisierte junge Menschen genau so wie alle anderen Jugendlichen. Durch eine breit angelegte Interessens- und Wunschabfrage, auch via Social Media, sollen möglichst viele Ideen und Bedarfe Jugendlicher gesammelt werden. „Jugend im Park“ soll ein Fest sein, in dem sich jede:r wiederfindet und bei dem sich jede:r Jugendliche, unabhängig von sozialer und sozioökonomischer Herkunft wohlfühlt. Daher sind auch alle Festivalangebote kostenlos. Bei Bedarf werden die jungen Menschen jederzeit von hauptamtlich in der Jugendarbeit tätigen Personen unterstützt und beraten.

Zirkusfestival für Kinder und Jugendliche
Der 3 Räuber e. V. bietet zirkuspädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche.
Ein dreitägiges Zirkusfestival nach Pfingsten bietet allen die Möglichkeit, ihr Können und Geschick einem größeren Publikum zu präsentieren. Aber so ein Festival organisiert sich nicht von alleine. Wie soll der Ablauf, wie die Dramaturgie sein? Wer soll wann auftreten? Soll es in den Pausen auch etwas zu Essen und zu Trinken geben? Und wie und wo kann das Fest beworben werden? Darum kümmert sich das Projektteam der 12- bis 17-jährigen Festivalplaner:innen. Sie entwickeln die Ideen, den Zeitplan, die Shows sowie Workshopangebote und die Öffentlichkeitsarbeit auf Facebook, Instagram und Website. Sowohl bei der Organisation, den Proben als auch auf und hinter der Bühne können die Kinder und Jugendlichen Verantwortung übernehmen und sich als selbstwirksam erleben. Der Verein sowie erwachsene Trainer:innen stehen dabei helfend und beratend zur Seite.

KunterBunt
Das Projekt von Mädchen für Mädchen des StuFem e. V. bietet diesen einen sicheren Ort, an dem sie sich austauschen, ausprobieren, experimentieren und eigene Aktionen planen können.
Gesprächsrunden, künstlerische Aktivitäten, kulturelle Aktionen, Film- und Spielabende sowie Exkursionen haben die jungen Frauen geplant. Mentorinnen stehen den Mädchen dabei beratend zur Seite. Bei der Projektplanung und -umsetzung erfahren die Heranwachsenden einen konstruktiven Austausch in der Gruppe, ihr Recht auf Mitsprache und kritisches Denken, aber auch, welche persönlichen Kompetenzen in ihnen stecken. KunterBunt bietet weiterhin den Raum für neue Freundschaften und das Ankommen junger Frauen mit Fluchthintergrund. Gemeinsam gestaltete Werke wie etwa Collagen oder Kunststücke werden in den Räumen des Vereins ausgestellt.

Green Bowl – Töpfern für die Umwelt
„Wir übernehmen Verantwortung für unsere Umwelt“, das ist für die Schule am Lustgarten gelebtes Motto.
Im Projekt „Green Bowl“ werden die Schüler:innen kreativ und töpfern große Schalen. Diese verkaufen sie zum Beispiel beim Elternschulfest – um mit dem Erlös Mittel für die Pflanzung neuer Bäume zu sammeln. Dabei sind die Kinder aktiv an jedem Schritt des Projekts beteiligt, von der Töpferei bis zur Vermarktung. Als Botschafter:innen haben sie bereits ihre Mitschüler:innen in den Klassen zur Teilnahme am Projekt ermutigt. Diese Partizipation fördert nicht nur das Engagement der Kinder, sondern stärkt auch ihre Selbstverantwortung und Teamarbeit.
Die Kinder werden sich beraten, wie und wo Bäume gepflanzt werden können und werden so selbst zu Umweltexpert:innen. Sie gestalten und pflanzen mit, denn sie haben aktiv an der Entwicklung der neuer Leitlinien für die Schule mitgearbeitet. Ihre Ideen und Vorschläge sind entscheidend für die Ausrichtung und Umsetzung des Green Bowl-Projekts.

Queeres Lesecafé
Über queere Themen zu sprechen, erfordert manchmal Mut sowie einen geschützten Rahmen.
Dies soll das Lesecafé möglich machen. Gleichgesinnte jungen Menschen ab 13 Jahren können sich hier austauschen und Aktivitäten planen. Graffiti- und Journaling-Workshops sowie Treffen mit Autor:innen queerer Literatur sind erste Ideen, die über einen Instagram-Kanal beworben und präsentiert werden.










